Im Mai sind wir an der Konferenz „Dignity, Respect, and Self-respect. Ancient, Modern, and Contemporary Perspectives“ des Projekts „Feeding Respect“ an der Universität Bologna, Italien, beteiligt.

Die Institution der deutschen Universität gründet auf der Idee der Einheit von Forschung und Lehre. Ein Aspekt dieser Idee ist sicherlich, dass auf diese Weise sicher gestellt wird, dass die Studierenden immer den aktuellsten Wissenstand gelehrt bekommen. Unserer Ansicht nach entscheidender ist jedoch eine andere Konsequenz dieses Einheitsgedankens.

Um ein guter Forscher zu sein, bedarf es neben ausgewiesener Fachkenntnis noch einer besonderen Haltung, nämlich einer wissenschaftlichen. Diese Haltung ist durch einen besonderen Umgang mit den eigenen und fremden Forschungsergebnissen ausgezeichnet. Nur wer seine eigenen Ergebnisse immer wieder zur Diskussion stellt, lernt die notwendige Redlichkeit, eigene Fehler einzugestehen und die Fehler anderer lediglich als Fehler zu sehen, die die wissenschaftliche Gemeinschaft auch voranbringen, und nicht etwa als Versagen des anderen. Ein Denken in der Kategorie des Versagens entstammt dem Wettbewerbsgedanken der Wirtschaft, der das respektvolle Verhältnis der Menschen untereinander bereits merklich beschädigt hat und nicht hilfreich ist. Wer also forscht und lehrt, vermittelt den Studierenden nicht nur die neuesten Erkenntnisse, sondern lebt ihnen vor, dass die Menschen nur gemeinsam in gegenseitiger Anerkennung Fortschritte machen können. Außerdem wird dadurch zugleich der schulmeisterliche Dogmatismus verhindert, der das vermittelte Wissen leer und ohne Bezug erscheinen lässt und vielen das Lernen  schwer macht.

Auch wir in der Akademie legen großen Wert darauf, die Forschung mit der Lehre in unseren Seminaren und Kolloquien zu verbinden. So forschen wir an verschiedenen Fragestellungen und stellen unsere Ergebnisse regelmäßig auf Konferenzen und Tagungen vor.

Aktuell ist Thomas Wachtendorf eingeladen worden, auf der Konferenz „Dignity, Respect, and Self-respect. Ancient, Modern, and Contemporary Perspectives„, die im Mai an der Universität Bologna, Italien, stattfinden wird, über seine Forschungsergebnisse zum Begriff der Menschenwürde vorzutragen. Der Titel seines Vortrags ist: „On Absolute Metaphors: The Dignity of Man“. Näheres dazu wird zu gegebener Zeit an dieser Stelle folgen.

Wer sich mit dem Thema befassen möchte, ist herzlich zur Teilnahme am Kolloquium zur Menschenwürde am 16.3. eingeladen.

 

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